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Verein Geschichte Gründung

Geschichte des Vereins

Am 10. April feiert der Rostocker Yacht-Club sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen. Schwer und dornenreich war der Weg, den der Club durchschreiten mußte, um zu der jetzt erreichten Höhe zu gelangen. Mehr als einmal stand der Klub vor der schwerwiegenden Frage, die Segel zu streichen und den Stander mit dem roten Kreuz auf weißem Grund und dem Rostocker Greif im goldenen Feld niederzuholen. Aber immer wieder siegte der trutzige Mut wagemutiger Männer, die mit eiserner Energie und zähem Hanseatengeist der Schwierigkeiten Herr zu werden wußten, bis der Weg frei war zu machtvoller Entwicklung.

Im Jahre 1905, am 19. April, versammelten sich im "Rostocker Hofe" die Herren Kapitän H. Dedow, Kaufmann Fritz Buller, Kapitän Rudolf Buller, Kaufmann Bodo Voß, Photograph Fritz Blohm und Kaufmann F. Kämpf, um den Segelklub ins Leben zu rufen. Der Verwein erhielt den Namen "Rostocker Yacht-Club". Fünf Herren bildeten den Vorstand, als erster Vorsitzender wurde Kapt. Dedow gewählt. Das Plenum stellte Herr Blohm dar. Von den sechs Gründern gehören heute noch Kapt. H. Dedow, Fritz Blohm und F. Kämpf dem Klub an. Letzterer, der über 20 Jahre als Vorsitzender die Leitung hatte, als Ehrenvorsitzender, der aber auch als solcher nie seine aktive Arbeit für den Klub niederlegte und dessen Verdienst es in erster Linie ist, daß der Klub alle seine Existenz bedrohenden Fährnisse glücklich überwinden konnte.

Mit drei Booten, "August" (H. Dedow), "Senta" (F. Buller) und "Freia" (R. Buller), bezog der Klub seinen ersten Liegeplatz im Christinenhafen, dem jetzigen Fischerhafen bei der Schnickmannsbrücke. Zweimal im Monat tagten die Mitglieder, vollzählig, im "Fürsten Blücher". Kapt. Dedow führte ein scharfes Regiment. Fleißig wurde gesegelt und schon im August des Gründungsjahres fand die erste interne Wettfahrt statt. Ende 1905 war die Mitgliederzahl auf 15 und die Zahl der Boote auf 5 gestiegen. Immer mehr Fahrzeuge kamen hinzu. Als am 2. Juni 1906 der junge Verein sein für 1045 M erbautes Bootshaus, ein kleiner Bretterschuppen, einweihte, lagen bereits 11 Yachten unter dem Stander des R.Y.C. im Christinenhafen. Durch den Eintritt vieler Stundenten kam junges frisches Leben in den Klub. Kapt. Dedow gab den Vorsitz an F. Buller ab und übernahm das Amt des Hafenwarts. Auch hier wusste er scharfe Disziplin und strenge Ordnung zu halten. In dieser Zeit entstand auch das Klublied (gedichtet von Direktor Karl Schmidt) "Stolz weht die Flagge weiß und rot, derGreif im goldenen Feld". Das Lied atmet so recht den Damals schon im R.Y.C. herrschenden draufgängerischen Sportsgeist.

 

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