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17.06.2017

von Hansestadt zu Hansestadt

Unter diesem Motto trafen wir uns am Samstag, 17. Juni 2017 – dieses Mal in Anklam für eine abendliche Bootsfahrt auf der Peene. 

Anklam die größte Stadt im Peenetal, dessen Ersterwähnung 1243 war,  die ihre Blütezeit im 15. Jhd. hatte, Geburtstort des Flugpioniers Otto Lilienthal (* 23. Mai 1848) ist – war Start- und Zielort unserer Bootsfahrt. 

Jedes der beiden Boote wurde von einem sehr sachkundigen Bootsführer gesteuert – so erfuhren wir sehr viel wissenswertes über diesen Strom und konnten uns von der Besonderheit und der Naturschönheit des Flusses augenscheinlich überzeugen.

Im wesentlichen hat die Peene, die auch der Amazonas des Nordens genannt wird, drei Zuflüsse: dem Ausfluss aus dem Malchiner See (S-W von Malchin), der Kleinen Peene (zwischen Teterow und Güstrow) und der Ostpeene (N von Waren /Müritz). Sie mündet bei Anklam in den Peenestrom bzw ins Stettiner Haff.

Mit einer Fläche von ca. 20.000 ha ist die Peene eine Lebensader sowie eines der größten zusammenhängenden Niedermoorgebiete Mittel- und Westeuropas. So ist der Fluss wie seine Landschaft ein Lebensraum von seltenen Pflanzen wie Ostsee-Knabenkraut, Mehl-Primel oder verschiedene Sumpfblumen, wie auch etwa zwölf Orchideen-Arten. Die Fauna ist nicht minder Vielfältig – allein über 30 Fisch- und mehr als 150 Vogelarten, dazu Amphibien, unzählige Insekten, nicht zu vergessen Fischotter und auch Biber.

Keine Staustufe, kein Wehr hält den Fluss auf. Der Flusslauf der Peene unterliegt dem Wasserstand des Kummerower und des Malchiner Sees, die wiederum von der Ostsee samt dem Stettiner Haff abhängig sind. In der Natur bedeutet das für die Peene – sie ändert mehrmals jährliche ihre Fließrichtung.

Es war ein eindrückliches Erlebnis für das es sich wieder gelohnt hat, den heimatlichen Hafen zu verlassen.

Heike von Weber

 

Bilder zum Ausflug

...so sieht das solarbetriebene Boot aus. 

...der gedeckte Tisch – regionalen Köstlichkeiten.

die Crew auf Boot 1

die Crew auf Boot 2