1. Beitrag: Stockholm und Mälaren (Edgar Schäfer mit Swantje)

Anfang Juli ging es endlich los – 8 Wochen die schwedische Ostküste, Stockholm und der Mälaren-See standen auf dem Programm.
Den vollständigen Blog seht ihr hier.

Über Stralsund ging es nach Sassnitz, wo ich erst einmal 3 Tage wegen zu viel Wind fest lag.
Auf der Überfahrt nach Nexö auf Bornholm (70sm in 11 Std) war noch eine derart starke Dünung in der See, dass mir tatsächlich so eine große Welle von achtern in die Plicht gestiegen ist. Das braucht dann seine Zeit zum ablaufen!
Noch einmal 70sm bis nach Karlskrona und von da ab ging es etwas gemütlicher nordwärts in den Kalmarsund. Aber auch hier mußte ich einige Male den Tagestörn wegen aufziehender Gewitterfronten vorfristig abbrechen. Insgesamt und insbesondere auch auf der Rückreise habe ich diesen Sund nicht gerade lieben gelernt. Sobald Wind aufkommt, ist auch schnell eine Strömung und eine kurze, steile Welle da.
Nach McMurphy meistens beides von vorne!

Richtig schön wurde es erst ab Borgholm (nördlich Kalmar auf Öland). In der oberhalb der wirklich sehr hübschen kleinen Stadt liegenden Burg-Ruine fand abends ein Open-Air-Konzert statt. Wer kennt schon die „Weeping Willows“ (dt. Trauerweiden), aber die Atmosphäre war einfach klasse.

In Västervik ist Anke per Flixbus dazu gestoßen. Gleich zu Anfang sind wir jedoch erst einmal mit der Fähre rüber nach Visby auf Gotland, um uns (neben Visby selbst) oben im Norden die s.g. Raukensteine anzuschauen. Natur pur und Zauberspiele der Erosion für 2 Tage.

Dann ging es aber auch los auf die Reise durch die Schären. Es ist einfach ein traumhaft schönes Revier: für das Auge und auch geschützt zum Segeln. Statt schon den kurzen Weg über Södertälje in den Mälaren-See zu wählen, sind wir oben rum über Stockholm dort rein. Im See liegt Mariefred, bekannt daher, da dort genau vis a vis der Anlegestelle das Schloss Gripsholm liegt. Eine unglaubliche Kulisse.
Um die Ecke und etwas dichter an Stockholm liegt dann in einer schicken Bucht noch ein weiteres königliches Schloss: Drottningsholmen.

Wieder in Stockholm war Crewwechsel: Anke fuhr nach Hause und Micha kam angeflogen. Auch er hatte super Wetter im Gepäck, das dann in Summe mit dem von Anke mitgebrachten Koffer voller Sonnenschein für 4 Wochen Hochsommer gereicht hat. Ornö, Utö und Nynäshamn waren so die Stationen, bevor für mich allein der Rückweg begann.

Kennt jemand den „Dragets Kanal“ etwas südlich von Nynäshamn? Sehr eng, aber 2m tief (in den Seekarten nur mit 1,5m ausgezeichnet). Ich habe mich getraut und bin zwischen sehr engen Felswänden da durch – echt cool !

Die folgende Strecke durch den Kalmarsund südlich ging u.a. über Västervik, Oxelösund, Oskarshamn, Borgholm, Kalmar, Bergkavar, Kristianopel, Sandhamn bis nach Utklippan und war doch etwas mühselig.
Utklippan ist sehr bemerkenswert, da hier in den 1940-er Jahren zwischen ein paar Steinhaufen ein kleines Hafenbecken gebaut wurde, das Segler gerne als erste oder letzte schwedische Position aufsuchen. Auch wenn es hier nichts gibt, sind inzwischen 20,-€ Liegegebühr zu berappen.

Wieder über Nexö und Sassnitz bin ich weiter auf dem Rückweg noch einmal in Gedser vorbei gekommen, um abends mit den Truppen des Gedser-Cups zu feiern. Insgesamt wieder eine sehr schöne Reise und ich freu mich schon auf die nächsten Abenteuer.

Ein paar lustige Episoden habe ich hier aufgeschrieben .

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